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silent solos – improvisers speak präsentiert
Texte von 50 hochkarätigen, international bekannten, hauptsächlich in
Downtown New York aktiven Musikern der Avantgardeszene. Spirituelle
Gedanken, sinnliche Begegnungen, Hommage und Gedenken an vergangene
Helden, schlichte Predigten und markige Manifeste von Musikern, die
eines gemeinsam haben: absolute Hingabe an das, was sie tun.
silent solos präsentiert Texte von David Amram,
Harrison Bankhead, Lewis Barnes, David Budbill, Katie Bull, Chris
Chalfant, Jay Clayton, Leena Conquest, Cooper-Moore, Jayne Cortez,
Connie Crothers, Marc Edwards, Bruce Eisenbeil, Avram Fefer, Floros
Floridis, Joel Futterman, Charles Gayle, Alan Bernard Glover, Doug
Hammond, Gunter Hampel, Jason Kao Hwang, Joseph Jarman, Terry Jenoure,
Lee Konitz, Peter Kowald, Oliver Lake, Yusef Lateef, Joёlle Léandre,
Elliott Levin, David Liebman, Joe Maneri, Sabir Mateen, Nicole Mitchell,
Ras Moshe, Roy Nathanson, Bern Nix, William Parker, Matana Roberts,
Larry Roland, Matthew Shipp, Catherine Sikora, Warren Smith, Lisa
Sokolov, Steve Swell, John Tchicai, Ijeoma Thomas, Oluyemi Thomas, Assif
Tsahar, David S. Ware, Henry P. Warner und ein Vorwort von George E.
Lewis.
Visuell begleitet werden die Texte von blueprint#1 des
Wuppertaler Künstlers Jorgo Schäfer. |
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William Parker ist nicht nur einer der wichtigsten
Komponisten und Bassisten in der
kreativen Musikwelt, er spielt eine
ebenso prägende Rolle als Integrationsfigur der
jüngeren
Avantgardejazzszene der USA, u.a. als Organisator des jährlich
stattfinden-
den New Yorker
Vision Festival. Das
Jazzfestival ist der Nachfolger des Sound Unity
Festival, das er 1984
gemeinsam mit Peter Kowald ins Leben gerufen hatte.
In den 70er Jahren
war Parker vor allem erfolgreich mit seinem „Centering Music And
Dance
Ensemble“ sowie dem „Aumie Orchestra“, gleichzeitig wurde er als
Impro-
visator in Formationen um Cecil Taylor, Frank Lowe und Don Cherry
hoch geschätzt.
In den Achtzigern spielte der Meister des Bass mit Bill
Dixon, Peter Brötzmann,
David S. Ware und Matthew Shipp. 1993 gründete
er das Quartett „In Order To Survive"
und 1994 das „Little Huey Creative
Music Orchestra“. In den letzten Jahren liegt der
Hauptfokus seines
musikalischen Wirkens auf der Arbeit mit dem „William Parker
Quartet“,
dem Quintett „Raining On The Moon“ und – in Zusammenarbeit mit
Amiri
Baraka – dem weit beachteten Projekt „The Inside Songs Of Curtis
Mayfield“,
das Mayfields kompositorische Ideen weiterführt.
„who owns
music?“ versammelt William Parkers politische Gedanken,
seine musiktheoretischen Aufsätze
und seine Gedichte. Er schreibt als
Musiker, als Lehrer,
als Sohn, als Vater, aber in
erster Linie als
Mensch, dem es wichtig ist, die
Welt in seinem Sinne mitzugestalten. Die
Texte sind Statements und Traum zugleich,
wie viele seiner
Improvisationen selbst.
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Henry Grimes spielte in den 60ern mit den
Giganten des Jazz: Miles Davis,
John Coltrane, Thelonius Monk, Sonny Rollins, Roy Haynes, McCoy Tyner, Don Cherry,
Albert Ayler,
Cecil Taylor, Roswell Bud, Bill Dixon, Frank Wright. Bis er plötzlich
spurlos
von der Szene
verschwand. Um dreißig Jahre später wieder aufzutauchen: musikalisch
noch präsenter,
intensiver und einfallsreicher als jemals zuvor.
Seine Rückkehr in das Scheinwerferlicht der
New Yorker Clubs war das Ereignis der
Jazzszene. „All about Jazz"/New York kürte ihn 2002 zum „Musiker
des Jahres". Und
das, nachdem in diversen Jazzmagazinen bereits Nachrufe auf ihn veröffentlicht
worden
waren ...
Mittlerweile gibt er Konzerte in und um New York, tourt durch die USA,
Kanada
und Westeuropa und arbeitet dabei – fast ausschließlich als Bandleader – mit
zahl-
reichen bekannten Jazzmusikern der Neuzeit: Marshall Allen, Fred Anderson,
Roy
Campbell Jr., Marilyn
Crispell, Andrew Cyrille, Bill Dixon, Dave Douglas,
Hamid Drake, Charles Gayle, Edward
„Kidd“ Jordan, Andrew Lamb, Joe Lovano,
Sabir Mateen, Bennie Maupin,
Jemeel Moondoc,
David Murray, William Parker,
Marc Ribot und vielen anderen. Zum
Erstaunen und zur
Freude alter und neuer Fans
ist Henry Grimes auf dem Höhepunkt seines
künstlerischen
Schaffens – er spielt
gerade so, als habe er niemals damit aufgehört!
In der Zeit seiner Abwesenheit hat der
Meisterbassist zwei Jahrzehnte lang kein
Instrument
angerührt. Stattdessen schrieb er – und ist dennoch jede Minute seines
Lebens Musiker
geblieben.
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Roy Nathanson – ehemaliges Mitglied der Lounge
Lizards und Mitbegründer der Jazz Passengers, Komponist, Saxophonist und
Storyteller – schreibt wie er komponiert: immer hautnah an dem, was um
ihn herum passiert. Die U-Bahn Brooklyns und Manhattans ist perfekte
Kulisse für Roy Nathansons Sicht der Dinge. Dort hat er die Gedichte
auch geschrieben: während seiner Fahrten von Brooklyn/Flatbush nach
Manhattan. Seine Worte sind Klänge, die er biegt und in die Länge zieht,
verdreht und feststeckt, bis sie ihre Bedeutung aufgeben, bis sie zu
Noten werden. Mit Judith Vollmers Worten: „Rails vibrate the street,
window glass splinters a lover´s reverie, and these poems tune us into a
thousand mysterious sounds, with heart and lyrical muscle.” Oder wie es
Jeff Friedman beschreibt: „His is an ancient voice crying out in the
wilderness, and his wilderness is the subway.”
Seine Karriere begann Mitte der 70er-Jahre, als er mit Rhythm &
Blues-Größen wie Shirley Alston von den Shirelles, mit der Band von
Charles Earland, aber auch mit den Lounge Lizards spielte. 1987 gründete
er zusammen mit Curtis Fowlkes die Jazz Passengers, die bislang acht CDs
veröffentlicht und auf zahlreichen Tourneen gespielt haben. Ihr letztes
Projekt: ein Soundtrack zum 3-D-Klassiker „Creature From the Black
Lagoon” (1954). Während der letzten Jahre hat Roy mit Bill Ware an
mehreren Filmen gearbeitet, darunter „Raising Victor Vargas”. Im Auftrag
der Universität von Wisconsin komponierte Roy Nathanson „The Rock
Concert: A Celebration of Deep Time“, das er mit den Jazz Passengers im
Anschluss vor Ort aufführte. Geschrieben hat er aber nicht nur für seine
Band, auch für Elvis Costello, Jeff Buckley, Deborah Harry, Jimmy Scott
und viele andere Größen lieferte er Kompositionen. In Kooperation mit
dem Keyboarder Anthony Coleman entstanden mehrere CDs. Seine erste Text/Musik-CD
„Sotto Voce” wurde im Frühjahr 2006 bei AUM Fidelity Records
herausgebracht. Unterstützt vom Chamber Music America wird Enja Records
im Sommer 2009 die zweite CD von Sotto Voce veröffentlichen. Roys Werk,
das Musik und Text so einzigartig in Bezug zueinander setzt, ist bei „The
Next Big Thing” auf PRI erschienen. Gedichte von ihm wurden bereits in
den Magazinen Natural Bridge, 5AM sowie Maggid abgedruckt und mit Anne
Waldman, Gerald Stern und Jeff Friedman arbeitete er an verschiedenen
Projekten. Seine kreative Arbeit wurde unter anderem mit mehreren Meet
the Composer-Stipendien, zwei New York Foundation for the
Arts-Kompositionsstipendien sowie einem Bessie and Joseph Jefferson
Award gewürdigt. Er unterrichtet Kinder in Improvisation und Texten,
sein Studium des Master of Fine Arts in Poesie absolvierte er am New
England College, wo er später als Gastdozent selbst lehrte. subway moon
ist sein erstes Gedichtband. |